Wenn Sie den Datenverkehr zwischen USB-Geräten auf einer Leiterplatte aufzeichnen, die über externe Anschlüsse verfügt, müssen Sie möglicherweise Ihre eigene Sonde bauen, um eine direkte Verbindung zum USB-Bus auf der Leiterplatte herzustellen. Dies ist nicht schwierig, indem Sie die Anweisungen in diesem Dokument befolgen, und die resultierende Sonde kann mit jedem LeCroy USB-Protokollanalysator verwendet werden.

Erstellen einer eingebetteten Probe

Wir werden eine Sonde bauen, indem wir mit einem Standard-USB-Kabel beginnen (das uns einen intakten Stecker zum Einstecken in den Analysator gibt). Durch Schneiden des Kabels haben wir Zugang zu den einzelnen Drähten im Kabel. Die Testplatine muss über zugängliche Leiterbahnen oder Testpunkte für die USB-Bus-D+/D--Signale und verfügbare +5V- und Erdungsanschlusspunkte verfügen.

  1. Nehmen Sie ein Standard-USB-Kabel mit einem Stecker des Typs „A“ oder „B“ und schneiden Sie eine Länge von etwa 13 cm (34 Zoll) des Kabels ab, wobei Sie das „A“- oder „B“-Ende intakt lassen. Entfernen Sie etwa 2 cm der äußeren Isolierung. Ziehen Sie die Abschirmung zurück oder wickeln Sie sie ab, oder lassen Sie, falls vorhanden, den Erdungsdraht der Abschirmung intakt. Legen Sie die vier inneren Drähte frei (rot, schwarz, grün und weiß). Die roten und schwarzen Drähte sind die +5V (Vbus) Versorgung und Masse, die grünen und weißen sind die D+/D- Signalleitungen. Entfernen Sie ungefähr 5 cm der Isolierung von jedem der vier Drähte.
  2. Löten Sie die Drähte D+ (grün) und D- (weiß) an die entsprechende Busspur auf der Platine. Löten Sie auch die roten (+5V) und schwarzen (Masse) Drähte an die entsprechenden Stellen auf der Platine. Vervollständigen Sie die Verbindung, indem Sie den Erdungsdraht der Abschirmung mit Masse auf der Platine verlöten.
  3. Analysator anschließen

    Sobald die Sonde fertiggestellt ist, kann der Analysator einfach angeschlossen werden, indem der „A“- oder „B“-Stecker am anderen Ende des Kabels in einen der Anschlüsse des Analysators gesteckt wird. Beispiele sind rechts unter Verwendung der Analysatoren USBTracer™, SBAE-30 und Conquest™ gezeigt.

    In den Abbildungen für dieses Beispiel verwenden wir einen USB-Hub (der dann eine Verbindung zu einem externen Host benötigt, um den Busverkehr bereitzustellen). In einer eingebetteten Busanwendung zwischen USB-Geräten auf einer einzelnen Leiterplatte würde die Sonde einfach direkt an den Analysator angeschlossen, um den Busverkehr abzugreifen.

    Empfehlungen

    Die Minimierung der Länge des USB-Sondenkabels ist wichtig, insbesondere bei hohen Datenraten. Kürzere Kabel reduzieren normalerweise Störungen des USB-Busses und tragen dazu bei, eine zuverlässige Erfassung des seriellen Datenstroms durch den Analysator zu gewährleisten.

    Es wird empfohlen, einen asymmetrischen Messpunkt zu wählen, um Störungen der USB-Signale zu minimieren, wenn die Sonde angeschlossen ist.