Einführung

Für dieses Beispiel wird ein Trainer-Skript aus dem Ordner „Samples“ der Anwendung SAS/SATA Protocol Suite verwendet. Das Skript sendet den bidirektionalen T-Modus BIST Activate FIS an das Gerät. Das T-Modus-BIST-FIS enthält ein 2-Dword (64 Bit)-Datenmuster, das das Gerät ohne Unterbrechung mit der Übertragung beginnen wird, wenn das FIS erfolgreich empfangen wird. Jedes Sierra-Analyzer-Modell, das für die Trainer-Funktionalität lizenziert ist, kann das Skript ausführen und ein SATA-Gerät in den BIST-Modus versetzen. Dieses Tech-Briefing bietet zufällig auch eine gute grundlegende Anleitung zum Ausführen des Trainer-Traffic-Generator-Tools und zum gleichzeitigen Aufzeichnen des Traffics mit dem Sierra-Analyzer.

Abbildung 1:

Sierra M6-2 Trainer-Setup

Schritt #1

Schließen Sie ein beliebiges SATA-Gerät wie eine HDD oder SSD an den T1-Port des Sierra-Analyzers an, wie in Abbildung 1 gezeigt, und versorgen Sie das Gerät mit Strom. (Die Gerätestromkarte ACC-EXP-004-X oder ACC-EXP-005-X ist hierfür ideal.) Wenn Sie einen Sierra M6-4-Analysator verwenden, achten Sie darauf, das mit „Target“ oder „Device“ gekennzeichnete Kabel zu verwenden “ und verbinden Sie das DUT mit dem SATA-Anschluss „P1“ des Kabels. Da der Sierra Trainer als Host agiert, muss nichts an den I1-Port angeschlossen werden. Verbinden Sie den Analysator mit der Anwendung SAS/SATA Protocol Suite und öffnen Sie ein neues „SATA Protocol Analyzer“-Projekt (Datei >> Neu >> SATA Protocol Analyzer). Konfigurieren Sie den „AT“-Modus auf Port 1 auf der Seite „Einstellungen“, wie in Abbildung 2 gezeigt. Öffnen Sie als Nächstes das Trainer-Fenster, indem Sie auf die Schaltfläche „Trainer“ in der Symbolleiste klicken.

Abbildung 2:

SATA Protocol Analyzer-Setup

Schritt #2

Klicken Sie nun im Trainer-Fenster auf die runde, gelbe Schaltfläche „Port Configuration Dialog“ und wählen Sie den AT-Modus auf die gleiche Weise wie zuvor. (Siehe Abbildung 3.) Öffnen Sie das Skript „bist_activate_hftp.ssg“, indem Sie auf Datei >> Öffnen… klicken, navigieren Sie dann zum Ordner Samples und wählen Sie das Skript aus. (C:\Benutzer\Öffentlich\Dokumente\LeCroy\SAS SATA Protocol Suite\Generation\Samples)

Schritt #3

Kehren Sie jetzt zum Fenster SATA Protocol Analyzer zurück, um die Einrichtung des Analyzers abzuschließen. Klicken Sie dazu einfach auf die rote Schaltfläche „(A) Analyzer“ in der Symbolleiste des Trainers. Da die Datenmusterübertragung, die Sie vom DUT hervorrufen möchten, nicht dem Standard-SATA-Protokoll folgt, sind einige nicht standardmäßige Einstellungen erforderlich, um den Loopback-Verkehr vom DUT anzuzeigen. Klicken Sie zunächst auf die Registerkarte „Erfassung“ und deaktivieren Sie das Kontrollkästchen „Leerlauf ausschließen“. Dadurch bleiben alle Kontrollkästchen deaktiviert, sodass Sie „Alles“ erfassen. Klicken Sie anschließend auf die Registerkarte Einstellungen und aktivieren Sie das Kontrollkästchen „XXXX anzeigen“. (Siehe Abbildung 2.) Erhöhen Sie ebenfalls auf der Seite „Einstellungen“ die Trace-Speichergröße auf 50000 KB. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie lange genug aufnehmen, um einen Teil des Loopback-Verkehrs zu erfassen. Klicken Sie abschließend auf die rote Schaltfläche „Aufzeichnen“, um die Aufnahme zu starten.

Abbildung 3:

Trainer-Fenster

Schritt #4

Kehren Sie bei laufender Aufzeichnung zum Trainer-Fenster zurück, indem Sie auf das entsprechende Symbol klicken. Führen Sie das Skript bist_activate_hftp aus, indem Sie auf das Ampelsymbol klicken. Öffnen Sie aber zuvor das Fenster „Status der Anschlüsse anzeigen“, indem Sie auf die rechteckige Schaltfläche mit den grünen und roten „LEDs“ in der rechten unteren Ecke des Trainer-Fensters klicken. Dieses bewegliche, schwebende Fenster ahmt die echten LEDs auf der Vorderseite des Analysators nach und ist sehr nützlich, um den Fortschritt Ihres Trainer-Skripts zu überwachen. Die Ausführung des Skripts bist_activate_hftp sollte nur ein oder zwei Sekunden dauern. Wenn es erfolgreich läuft, füllt sich der Puffer des Analysators wahrscheinlich fast sofort. Durch Verwendung des Statusfensters „Ports anzeigen“ kann schnell überprüft werden, ob das DUT in den BIST-"T"-Modus eingetreten ist. Klicken Sie auf den länglichen, vertikalen „RESET“-Button am linken Rand des Fensters, um die alten Informationen zu löschen. Wenn sich das DUT dann im BIST-T-Modus befindet, leuchtet die grüne T1-LED kontinuierlich, aber keine anderen LEDs leuchten, wie in Abbildung 4 gezeigt.

Abbildung 4:

Das DUT befindet sich im BIST-Modus

Schritt #5

Kehren Sie nun zum Analyzer-Fenster zurück. Der Viewer wird geöffnet und zeigt die gerade aufgenommene Spur an. Öffnen Sie den Suchdialog, indem Sie auf das Fernglas-Symbol klicken. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „STP-Frames“ und suchen Sie dann nach BIST, wie in Abbildung 5 gezeigt. Wenn Sie nun beim vom Trainer-Host gesendeten BIST-Frame etwas nach unten scrollen, können Sie sehen, dass kurz darauf der Trainer auf I1 die Verbindung trennt und das DUT auf T1 wechselt Senden von Leerlaufverkehr (verschlüsselte Daten) zum Senden des 4A4A4A4A-HFTP-Musters. (Siehe Abbildung 6.) Die Stelle, an der der Trainer-Host die Verbindung trennt, ist deutlich sichtbar, da die Trennung dazu führt, dass eine Reihe von Protokollfehlern gekennzeichnet werden. Nachdem der Trainer-Host die Verbindung getrennt hat, ist der einzige danach gesendete Verkehr das kontinuierliche 4A4A4A4A-Muster vom DUT.

Abbildung 5:

Suchen Sie nach BIST-Rahmen

Schritt #6

Typischerweise bleibt das Gerät, sobald es sich im BIST-Modus befindet, im BIST-Modus, bis es zurückgesetzt wird. Um das DUT aus- und wieder einzuschalten, schalten Sie es über das Dialogfeld „Stromquellensteuerung“ aus und wieder ein, wenn Sie es über eine ACC-EXP-004-X- oder ACC-EXP-005-X-Gerätestromkarte mit Strom versorgen, oder trennen Sie einfach das SATA-Kabel und schließen Sie es wieder an an das DUT, wenn Sie es nicht sind. Ein interessantes Experiment besteht darin, das obige Verfahren erneut durchzuführen, diesmal jedoch mit deaktiviertem „Show XXXX“-Kästchen auf der Einstellungsseite. Dies führt dazu, dass der Analysator das HFTP/4A4A4A4A-Muster als D10.2-Signal decodiert. (Siehe Abbildung 7.) Man kann das Skript „bist_activate_hftp.ssg“ auch leicht ändern, um stattdessen die LFPT-, MFTP- oder LBP-Muster zu senden, indem man einfach die Zeilen 68 und 69 im Skript in 0x7E7E7E7E, 0x78787878 bzw. 0x0C8B0C8B ändert.

Abbildung 6:

DUT geht in den BIST-„T“-Modus über

Abbildung 7:

HFTP Dekodiert als D10.2