Einführung

Die heutigen Oszilloskope sind extrem leistungsstarke Werkzeuge mit der Fähigkeit, minutiös feine Signaldetails aufzudecken. Dies trifft in keinem Fall mehr zu als bei den High Definition Oszilloskopen HDO4000 und HDO6000 von Teledyne LeCroy. Die HDO-Modelle sind mit einer Reihe von Debug- und Analysetools ausgestattet, wie z. B. dem Verlaufsmodus, mit dem Benutzer in der Zeit zurückscrollen können, um Anomalien oder andere Wellenformereignisse zu isolieren, sie mit Parametern oder Cursorn zu messen und schnell die Ursachen von Problemen zu finden.

Beim Anzeigen von Wellenformen auf einem Oszilloskop-Display können häufig unerwartete Ereignisse auftreten, und der Benutzer hat keine Möglichkeit, den Trigger zu stoppen und Anomalien anzuzeigen. Der Verlaufsmodus ändert dies und verkürzt die Zeit, die zum Identifizieren von Problemen benötigt wird, indem er den Trigger automatisch stoppt und eine Liste zuvor erfasster Wellenformen anzeigt. Auf diese Weise können unerwartete Anomalien angezeigt, quantifiziert und analysiert werden.

Aufrufen des Verlaufsmodus

Für diese Demonstration wurde ein 25-MHz-Taktsignal in Kanal 1 des Oszilloskops eingegeben. Die anfängliche Einrichtung des Oszilloskops ist in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1:

Dies ist die anfängliche Einrichtung mit einer 25-MHz-Taktwellenform auf Kanal 1 des HDO-Oszilloskops.

Der Verlaufsmodus wird am besten direkt über die Frontplatte aufgerufen; Durch Drücken der History-Schaltfläche wird der Trigger gestoppt und schnell eine Liste zuvor erfasster Wellenformen neben dem Wellenformraster angezeigt, wie in Abbildung 3 gezeigt. Das Dialogfeld „History Mode“ ist in Abbildung 2 dargestellt.

Abbildung 2:

Beim Aufrufen der Option Verlaufsmodus im Zeitbasis-Pulldown-Menü wird Benutzern das Steuerungsdialogfeld am unteren Rand des Bildschirms angezeigt.

Abbildung 3:

Wenn Sie sowohl Verlauf anzeigen als auch Tabelle anzeigen aktivieren, wird die Verlaufsmodus-Tabelle oben links angezeigt. Der Verlaufsmodus speichert und zeigt alle Erfassungen automatisch mit dem Zeitpunkt, zu dem sie erfasst wurden.

Navigation im Verlaufsmodus

Die History-Modus-Tabelle ist dahingehend interaktiv, dass durch Antippen einer beliebigen Zeile innerhalb der Tabelle diese Erfassung automatisch aufgerufen wird. Durch Scrollen in der Tabelle nach oben oder unten haben Benutzer direkten Zugriff auf jede Akquisition. Dies kann entweder durch Betätigen des Einstellknopfs auf der Frontplatte oder durch Verwenden des Abschnitts „Wellenformverlauf-Navigation“ des Dialogfelds „Verlaufsmodus“ erreicht werden.

Die Steuerungen der Kurvenverlauf-Navigation bieten ein flexibles Mittel, um durch die Masse der im Speicher gespeicherten Erfassungen rückwärts und vorwärts zu navigieren. Wie in Abbildung 4 gezeigt, bieten die Navigationssteuerelemente des Wellenformverlaufs langsames Scrollen, schnelles Scrollen, Einzelschritte und eine zweite Bildlaufleiste.

Abbildung 4:

Im Abschnitt „Wellenformverlauf-Navigation“ des Dialogfelds „Verlaufsmodus“ finden Sie eine ganze Reihe von Steuerelementen, mit denen Sie sich im Erfassungsspeicher vor- und zurückbewegen können.

Die obere Reihe der Bedienelemente regelt das Scrollen, wobei die beiden äußeren Tasten ein schnelles Scrollen und die beiden inneren Tasten ein langsameres Scrollen auslösen. In der unteren Reihe springen die äußeren Schaltflächen zu den ältesten und neuesten Akquisitionen, während die inneren beiden nacheinander durchgehen. Das Tippen auf das Indexfeld ermöglicht die direkte numerische Eingabe des gewünschten Verlaufselements. Unten befindet sich die manuelle Bildlaufleiste, die die rechts neben der History-Modus-Tabelle in Abbildung 3 dupliziert. Beachten Sie auch, dass das Kontrollkästchen „Relative Times“ im Abschnitt „History Table“ des Dialogfelds die Tabelle zwischen der Anzeige der absoluten Zeit von umschaltet jede Erfassung und die relative Zeit seit der letzten Erfassung.

Beachten Sie, dass es möglich ist, jede angezeigte Erfassung im Verlaufsmodus zu speichern, indem Sie das Pulldown-Menü „File“ öffnen und „Save Waveform“ auswählen. Außerdem können Benutzer Messungen oder mathematische Operationen auf jede ausgewählte Erfassung im Verlaufsmodus anwenden, wie in Abbildung 5 gezeigt.

Abbildung 5:

Im Verlaufsmodus können an jeder erfassten Wellenform Mess- und/oder mathematische Operationen durchgeführt werden. In diesem Beispiel wird eine aus einer Gruppe von Single-Shot-Erfassungen auf Breite, Frequenz, Anstiegszeit (20–80 %), Arbeitszyklus und Überschwingen gemessen. Beachten Sie, dass die Messstatistik den Glitch von 4.49 ns anzeigt

Fazit

Die History-Modus-Funktion in den High-Definition-Oszilloskopen HDO4000 und HDO6000 bietet eine Vielzahl leistungsstarker Analyse- und Debug-Optionen. Der Verlaufsmodus speichert automatisch alle Erfassungen und bietet eine bequeme Möglichkeit, durch eine tabellarische Liste zu navigieren. Darüber hinaus können Messungen und/oder mathematische Operationen an jeder historischen Erfassung durchgeführt werden.